Vielfältige Talentschule für spätere Grand Prix-Größen gibt sich bei der Historic Trophy Nürburgring ein Stelldichein

  • HSCC Historic Formula 2-Serie zelebriert die Hochzeit der Formel 2
  • Am Start sind Formel 2- und Formel Atlantic-Boliden von 1967 bis 1978
  • Stetig wachsende Starterfelder unterstreichen die Popularität der Serie

Düsseldorf/Nürburgring, 27. Mai 2014 – Klein, aber oho: Die seit 2006 ausgetragene HSCC Historic Fomula 2 International Series trägt in diesem Jahr zwei ihrer sechs Saisonläufe im Rahmen der Historic Trophy Nürburgring (30. Mai bis 1. Juni 2014) aus. Damit kehren die Verantwortlichen des britischen Historic Sports Car Club (HSCC) nach sechs Jahren zurück zum Event des Düsseldorfer Automobil- und Motorsport-Club 05 e.V. im ADAC (DAMC 05) – bereits 2008 begeisterten die flinken Formel 2-Flitzer die Zuschauer bei der damals noch als Internationales Oldtimer-Festival um den Jan-Wellem-Pokal firmierenden Veranstaltung. 

Graham Hill, Jochen Rindt, Niki Lauda und Emerson Fittpaldi – neben ihren Titeln als Formel 1-Weltmeister eint diese Legenden des Motorsports eine weitere Gemeinsamkeit: Sie alle legten auf dem Weg in den Rennsport-Olymp einen Zwischenstopp in der Formel 2 ein. Und nicht nur Fahrer, auch spätere Formel 1-Teams und -Ingenieure verfeinerten in der „zweiten Liga“ ihrer Fähigkeiten. Die Gründe, dass die Formel 2 als beliebter Ausbildungsbetrieb galt, liegen auf der Hand: Denn bei weitgehend ähnlicher Technik unterschieden sich die Formel 2-Rennwagen hauptsächlich durch ihrer hubraumkleineren Motoren von den Monoposti der Königsklasse. Dank ihres geringen Gewichts konnten sie das Leistungsmanko jedoch zumeist weitgehend ausgleichen und es mit ihren großen Brüdern – mit denen sie bei zahlreichen Veranstaltungen jener Zeit gemeinsam an den Start gingen – in puncto Speed durchaus aufnehmen.

Seit 2006 lässt der Historic Sports Car Club (HSCC) die goldene Zeit der Formel 2 wieder aufleben. Startberechtigt sind in der diesjährigen HSCC Historic Formula 2 International Series Rennwagen, die den zwischen dem 1.1.1967 und dem 31.12.1978 gültigen technischen Reglements der Formel 2 und deren US-amerikanischen Pendants, der Formel Atlantic, entsprechen. Die Vielfalt der Fahrzeuge aus diesen zwölf Jahren ist bemerkenswert: Denn vor 1969 waren bei den Rennwagen mit 1,6-Liter-Motor noch keine aerodynamischen Hilfsmittel wie Front- und Heckflügel erlaubt. 1972 stieg das Hubraum-Limit auf zwei Liter – was bei den nur rund 450 Kilogramm schweren Monoposti einer wahren Leistungsexplosion gleichkam. 

Nach Angaben des veranstaltenden HSCC sind in diesem Jahr insgesamt zehn verschiedene Hersteller in der Serie vertreten, von Brabham und Chevron über Lola, Lotus und March bis hin zu Ralt und Surtees. Im gut gefüllten Starterfeld tummeln sich Piloten aus zehn Nationen – darunter auch so exotisch anmutende wie Japan oder Brasilien. Die Zuschauer bei der Historic Trophy Nürburgring dürfen sich auf gleichermaßen spannende wie abwechslungsreiche Rennen der HSCC Historic Formula 2 International Series freuen.